Taufe

Die Taufe als Reinigungsritual geht zurück bis ins alte Testament, als ein Aussätziger siebenmal im Jordan untertauchen sollte, um wieder rein und von seiner Krankheit geheilt zu werden. Auch in den Psalmen des Alten Testamentes wurden Waschungen im Zusammenhang mit Sündenvergebung erwähnt.

Erst mit dem Beginn des Neuen Testamentes wird mit der Taufe ein sichtbares Zeichen gesetzt, das den Eintritt in das Christentum kennzeichnet. Dieser Brauch ist zurückzuführen auf Johannes den Täufer, der die erste Taufe durchführte, um einen Menschen von seinen Sünden zu befreien. Dies geschah, indem der Täufling Waschungen im Jordan durchführte, seine Sünden bekannte und dadurch Vergebung und Reinheit erlangte. Auch Jesus wurde von Johannes getauft und begründete damit das Sakrament der Taufe.

Warum wird getauft

Mit der Taufe wird der Mensch von seinen Sünden, die er gemäß dem christlichen Glauben bereits als Erbsünde mitbekommt, befreit und als reiner Mensch in das Christentum aufgenommen. Die Taufe findet nur einmalig statt und muss nicht wiederholt werden. Entscheidendes Merkmal ist das Wirken des Heiligen Geistes in der christlichen Taufe und die Taufe auf den Namen Jesu Christi. Die Taufe symbolisiert die Teilnahme am Tod und an der Auferstehung Jesu Christi.

Wie wird getauft

Der Taufritus beschränkt sich aber nicht nur auf das Christentum, sondern ist in vielen anderen Glaubensformen zu finden und hier an verschiedene Riten gebunden. Im Christentum wird im Gegensatz zu früheren Zeiten, als die Täuflinge erwachsen und damit in der Lage waren, den Taufspruch selbst zu sprechen, diese Aufgabe in der heutigen Zeit von den Paten für das Kind übernommen. Diese versprechen ebenso wie die Eltern, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen und zusammen mit den Eltern Verantwortung für das Kind zu übernehmen.

Symbolisch wird am Taufbecken in einer Kirche der Kopf des Täuflings mit Wasser übergossen und die Taufformel auf den Namen Jesu Christi vom Priester gesprochen. Es gibt in anderen Kirchen, zum Beispiel in der Ostkirche, aber immer noch den Brauch, durch Untertauchen die Taufe zu vollziehen.

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